Kreuzfahrten

Winterliche Ostsee-Reise nach Finnland mit Weltpremiere
Datum: Tuesday, 21.February. @ 12:10:00 CET
Thema: Kreuzfahrt allgemein


Containerfrachter „Nova“ auf  NDR-„Hanseblick“-Kurs
Eine Woche sind fünf Mann an Bord des 8000-Tonners gewesen, um die die NDR-Hanseblick-Sendung zu drehen. Damit wollen sie den Fernweh-Appetit bei Seh-Leuten an einem Frachter-Schnupper-Törn wecken und über diese noch viel zu wenig bekannte Reiseform informieren. Denn nicht jeder möchte gleich auf ganz große mehrwöchige Fahrt gehen, ohne genau zu wissen, was ihn da erwartet.

Für den aus einer Fischerfamilie stammenden „Hanseblick“-Moderator und -Autor Thomas Hass ist das jedoch ein Anlass, um seinen Gesprächspartner, den Stralsunder Reise- und Schifffahrtsjournalisten, CTOUR-Mitglied („Maritime Runde“) sowie Co-Moderator Dr. Peer Schmidt-Walther, vor laufender Kamera zu fragen: „Warum soll man sich ausgerechnet bei so einem Wetter eine Frachterreise nach Finnland antun?“
Querab des Hamburger Vororts Blankenese kommt die spontane Antwort: „An Bord so eines Arbeitsschiffes wie der ´Nova` kann man immer noch Seefahrt pur erleben. Zu jeder Jahreszeit, wenn sich die Kreuzfahrtschiffe schön längst aus der kalten Ostsee in wärmere Gefilde verzogen haben“. Seeleute mit ihren ganz persönlichen Geschichten, geballte Technik samt unterschiedlichsten See-und Wetterstimmungen, so Schmidt-Walther weiter, erfährt man hier hautnah.


Das gerade zehn Jahre jung gewordene Hamburger Schiff (6326 BRZ, 7946 t Tragfähigkeit, 133 m Länge, 19 m Breite, 7,28 m Tiefgang, 646 TEU-Standardcontainer, Baujahr 1995)  verlässt seinen Heimathafen. Am 18. November 1995 wurde sie auf der J.J. Sietas-Werft in Hamburg-Neuenfelde getauft. Hinter dem westlichen Horizont zeichnet sich später Cuxhaven ab, Stammsitz der Reederei Drevin.
Oberhalb der Schleuse Brunsbüttel steigen die Fernsehleute auf das Lotsenboot, um Aussenaufnahmen von der „Nova“ zu drehen. Das Team ist begeistert: „Erst aus der Froschperspektive können die Zuschauer sehen, dass unser Schiff kein kleines Küstenmotorschiff ist“.


Der Konvoi aus drei Frachtern schiebt sich in den Kiel- oder Nord-Ostsee-Kanal.
Dichter Wochenendverkehr auch auf der 97 Kilometer langen „Hochsee-Autobahn“, dem „Silberband zwischen Nord- und Ostsee“. Thomas Hass und sein Team besprechen neue Einstellungen. „Je nach Situation müssen wir ständig umdisponieren“, erklärt der beliebte Moderator. Der mit Redaktionsleiterin Elke Bendin in Rostock festgelegte Ablaufplan ist ständig zu modifizieren. Nur die einzelnen schon an Bord anzumoderierenden und bereits fertigen Zwischenbeiträge über unsere Reiseziele bleiben konstant. So auch Ausschnitte des ARD-Störtebeker-Zweiteilers, der zu Ostern 2006 gesendet wird. Eine NDR-Weltpremiere im „Hanseblick“.
Anderthalb See- und Drehtage auf der Ostsee.


Das Essen, immer ohne Schlips und Kragen, aber meistens zusammen mit dem Kapitän und seinen Offizieren, ist gut bürgerlich und reichlich. Dazu Tischunterhaltung vom Feinsten: Stories aus jahrzehntelanger Fahrenszeit. Was davon „Seemannsgarn“ ist, bleibt ein Geheimnis.


Bald wiegt sich die ranke Schiffsdame. Für das Team d i e Chance, um bewegte Seebilder aufzuzeichnen: einen Sonnenaufgang schön wie in der Südsee, vom Vormast aus einen Schwenk über die Containerladung, die unruhige Ostsee, zerstiebende Gischtwolken, andere stampfende Schiffe, Kapitän und beide Offiziere auf der Brücke, den „Container-Schach“ spielenden Ersten Offizier Ulrich Adamek, wie er die Ladungs-Planung per PC nennt, Bootsmann Nerzat Belli und seine Männer bei Decksarbeiten, den Smutje am Herd oder das kräftige Herz des Frachters, die blitzsaubere 6600 kW-Maschine von Chief Peter Heller.


Am dritten Tag zeichnet sich voraus die Kulisse der finnischen Hauptstadt ab. Es bleiben viereinhalb Stunden Schnelldurchgang per Straßenbahn und zu Fuß samt diversen Drehs.
Am nächsten Mittag Einlaufen in den Hafen Mäntyluoto der westfinnischen Stadt Pori, die in Partnerschaft mit Stralsund verbunden ist, 
Im Clubhaus der Deutschen Seemannsmission trifft man sich abends. Diakon Martin Struwe  lädt uns nach der Stadtrundfahrt ein zum Sauna- und Fußball-Fernsehabend. Die Drehs des Tages sind im Kasten. Kameramann Harald Litzbarski, Beleuchtungsmeister Achim Wentzel und Kameraassistent Dennis Wienecke durften für Aufnahmen sogar in den Kran klettern, um das Laden und Löschen einzufangen. Thomas Hass und Peer Schmidt-Walther müssen ihre Moderation vor dem Heck der „Nova“ ein paar Mal wiederholen, bis alles sitzt und das Team zufrieden ist.
Irgendwann in der Nacht verstummt das Container-Gerumpel, das vom Maschinengrummeln abgelöst wird. MS „Nova“ nimmt voll beladen wieder Kurs auf Hamburg. Im NDR-Gepäck seemeilenlanges Rohmaterial.
Thomas Hass, der die mühevolle, aber für ihn spannende Schneidearbeit erledigte, weiß jetzt: „Am ersten Januar 2006 ist alles gut gelaufen – und sogar noch besser“.                          

Quelle: PSW

PS:
Mitte Januar startet PSW – nach einer vierwöchigen Reise mit MS „LT Cortesia“, einem der größten Containerfrachter der Welt – an Bord des finnischen Frachters „Laura“ zu einer Eisreise nach Finnland und Russland.

Zum „Aufwärmen“ danach geht´s mit Gesine und Wolfgang Lippert („Lippi“) auf dem Großsegler „Star Flyer“ von Thailand via Sri Lanka, Südindien nach Goa. Wobei PSW auch sein jüngstes Buch „Erlebnis Kreuzfahrten – Geschichten aus sechs Kontinenten“ (rezensiert von Klaus Bednarz) stilecht  präsentieren wird.

Nächste PSW-Drehreise: vom 25.4. bis 4.5.06 mit einem TV-Team auf den Spuren der Hanse an Bord des Kreuzfahrers „Mona Lisa“ (Holiday Kreuzfahrten) rund um die Ostsee.

Im Mai soll eine CTOUR-Info-Seereise für Mitglieder des maritimen runden Tisches starten. Ziel ist die neue Scandlines-Drehscheibe Ventspils/Lettland. Für den Abgangshafen Rostock sind noch einige Events in Vorbereitung (neue Yachthafen-Residenz Warnemünde, Lotsen, Tonnenhof etc.).

Infos:
Eine Kopie des informativen „Nova“-Films (Erstsendung lief am 1.1.06) kann als Video und DVD beim NDR-Mitschnittservice unter 01805117771 bestellt werden.
Die Mitfahrt auf MS „Nova“ und den anderen beiden Schiffen („Maike D“,“OOCL Nevskiy“) der Cuxhavener Reederei Rainer Drevin kostet pro Tag und Person 60 €.
Weitere Informationen unter: reederei-drevin.de oder: 04721-554777


 







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