Kreuzfahrten

Trockenlegung der Pride of America läuft auf Hochtouren
Datum: Saturday, 31.January. @ 11:22:44 CET
Thema: Norwegian Cruise Line allgemein


Der genaue Auslieferungstermin der Pride of America ist immer noch ungewiss. Wegen absoluter Priorität für die Sicherheit der Bergungsmitarbeiter, dauerten die Arbeiten allerdings länger als geplant. Das Kreuzfahrtschiff der Reederei Norwegian Cruise Line (NCL) "Pride of America" war nach einem starken Wassereinbruch in der stürmischen Nacht zum 14. Januar 2004 gegen die Werft-Pier gekippt und mit dem Heck auf den Hafengrund abgesunken.



Seither bemüht sich die Bergungsfirma Smit Salvage, den Kreuzfahrtliner wieder leer zu pumpen. Ein extra aus den Niederlanden angeforderter Schwimmponton soll dem Neubau während dieser Pumparbeiten den notwendigen Halt geben. Er soll über zehn Seilrollen an der Backbordseite der Pride of America befestigt werden, um eine Vergrößerung der Schlagseite entgegen zu wirken.

„Ein solch schwerer Unfall ist das Schlimmste, was einer Firma passieren kann“, erklärte Lloyd-Werft-Chef Werner Lüken gestern gegenüber der Presse. Hervorzuheben sei allerdings, dass es weder Tote noch Schwerverletzte gegeben habe. Und dies obwohl zum Zeitpunkt des Unfalls über 200 Werftarbeiter an Bord der Pride of America waren.

„Bis zur endgültigen Trockenlegung der Pride of America, dürften noch zwei bis drei Wochen vergehen“, erläuterte der Lloyd-Chef weiter. „Erst dann ist eine genaue Prüfung der Unfallursache möglich.“ - Ob für den Wassereintritt ein Leck verantwortlich war oder ob das Wasser durch Versorgungsluken eindrang, ließ Lüken weiter offen.
„Es sind jetzt alle bekannten Öffnungen im Schiffsrumpf durch die Taucher abgedichtet, aber beim Leerpumpen stellt die Stabilität des Schiffs ein enormes Problem dar. Es befinden sich rund 45000 Tonnen Wasser im Schiffsrumpf, die beim Aufschwimmen in unkontrollierte Bewegung geraten könnten“, fuhr Werner Lüken fort. Die Schäden im oberen Bereich der Pride of America sollen sich in Grenzen halten. Allerdings muss die Maschine zumindest teilweise erneuert werden. Der Lloyd-Chef wies ausdrücklich darauf hin, dass alle Risiken in voller Höhe versichert sind. Trotzdem seien „unvermeidbaren finanziellen Engpässe zu überbrücken“. - „Hierbei sei die vom Bremer Senat zugesagte Unterstützung von großer Bedeutung.“

Lüken wies ausdrücklich nochmals auf das hervorragende Verhältnis zur NCL Reederei hin. „Der Reeder hat eindeutig erklärt, dass er das Schiff haben will und am liebsten mit der Lloyd-Werft“. Durch die schnelle Umdisponierung von Norwegian Cruise Line - die Pride of Aloha übernimmt die Route der Pride of America (kreuzfahrttreff.de hat darüber berichtet) - herrscht kein übermächtiger Zeitdruck mehr.
„NCL sei wegen der neuen Lieferzeit sehr entspannt“, stellte Lloyd-Werft-Chef Werner Lüken abschliessend fest.

Ursprünglich war das Schiff von American Classic bei einer Werft in Pascagoula,USA in Auftrag gegeben worden. Der Bau wurde aber nicht beendet, da American Classic in Bankrott geriet. Nach dem Konkurs kaufte NCL den fast zur Hälfte fertig gestellten Rumpf und ließ ihn mit Containern nach Bremerhaven schleppen. Die Lloyd-Werft baute bereits diverse Kreuzfahrtschiffe für NCL um und zwei komplett neu. Geplant war, dass die Pride of America im April ausgeliefert wird. Dieser Termin verschiebt sich nun aber deutlich. [kt-rp]







Dieser Artikel kommt von Kreuzfahrten | Kreuzfahrt | Forum
http://www.kreuzfahrttreff.de Kreuzfahrten Forum Kreuzfahrten Angebote
Flusskreuzfahrten

Die URL für diesen Artikel ist:
http://www.kreuzfahrttreff.de/kreuzfahrten-219.html