Explorer - Das Schiff "Endeavour" nahm sie an Bord
Geschrieben am Friday, 23.November. @ 16:16:20 CET von redaktion |
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Hamburg - Die "Explorer" soll in der Nähe der King-George-Insel, die zu den südlichen Shetland-Inseln gehört, havariert sein. Etwa 100 Passagiere und 54 Besatzungsmitglieder wurden nach Angaben des kanadischen Veranstalters "Gap Adventures" inzwischen in Sicherheit gebracht. Das Schiff "Endeavour" nahm sie an Bord. Unter den Reisenden befanden sich unter anderen 23 Briten, 17 Niederländer, 13 Amerikaner und ein Deutscher. Auf dem leckgeschlagenen Schiff harren zur Stunde noch der Kapitän und der Erste Offizier aus und versuchen, Wasser abzupumpen.
Allen Passagieren gehe es gesundheitlich gut, sagte Arnvid Hansen, Kapitän der "Endeavour", die die Geretteten aufnahm. Die britische Küstenwache koordiniert der BBC zufolge zusammen mit der US-Küstenwache und den argentinischen Behörden die Rettungsarbeiten. Andy Cattrell von der Küstenwache Falmouth erklärte, die Wetterbedingungen seien für diese Jahreszeit "recht gut", aber es sei sehr kalt. "Es würde bei diesen Wassertemperaturen nicht lange dauern, bis die Menschen unterkühlt sind", sagte Stephen Davenport vom Wetterdienst MeteoGroup. Zwar seien die Wetterbedingungen "recht gut" gewesen, doch "man will da jetzt mit Sicherheit niemand im Wasser haben."
MV EXPLORER Die in der Antarktis verunglückte "MV Explorer" ist das erste nach Kundenwunsch gebaute Schiff für Expeditionskreuzfahrten. 1969 in Finnland vom Stapel gelaufen, fuhr sie für verschiedene Reedereien und Reiseveranstalter. Das Schiff ist relativ klein, an Bord finden 100 Passagiere und 54 Besatzungsmitglieder Platz. Die Offiziere des Schiffs stammen überwiegend aus Skandinavien, die Crew von den Philippinen. Das "kleine rote Schiff" ist unter Liebhabern von Expeditionsreisen bekannt. Die "MV Explorer" war das erste Passagierschiff, das 1984 die Nordwest- Passage durch das Nordpolarmeer befuhr. 1989 war sie an der Rettung der Mannschaft eines in Seenot geratenen Frachters in der Antarktis beteiligt. Die "MV Explorer" fährt unter liberianischer Flagge und gilt als mittelgroßes Kreuzfahrtschiff, das maximal 100 Passagiere aufnehmen kann. Die Offiziere an Bord kämen überwiegend aus Skandinavien, die Crew aus den Philippinen, heißt es auf der Website des Veranstalters "Noble Caledonia".
Es ist das erste Passagierschiff, das zur Antarktis reiste und die berühmte Nordwest-Passage durchquerte. Wegen seiner Farbe wird es auch "Das kleine rote Schiff" genannt. Die Urlauber waren am 11. November vom argentinischen Hafen Ushuaia zu der 19 Tage langen Tour aufgebrochen. Ziel war die Drakestraße, die Wasserstraße zwischen der Südspitze Südamerikas und der Nordspitze der antarktischen Halbinsel. Für die Anreise nach Argentinien und die Tour zahlten die Passagiere umgerechnet rund 6250 Euro . Die Südlichen Shetland-Inseln befinden sich rund 120 Kilometer nördlich der antarktischen Halbinsel. Sie sind seit 1962 Teil des Britischen Antarktis-Territoriums, obwohl auch Chile und Argentinien Anspruch auf das Gebiet erheben.
jdl/ala/dpa/AP/Reuters
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