9 % mehr Ladung im Kieler Hafen im 1. Quartal 2006
Geschrieben am Wednesday, 03.May. @ 14:00:00 CEST von redaktion |
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Im 1. Quartal des Jahres stieg der Güterumschlag über den Kieler Hafen um stolze 8,7 %. Getragen wird diese Entwicklung vor allem von den Fährverkehren sowie von einem wieder anziehenden Umschlag von Massengütern. Jörg Rüdel, Geschäftsführer der Seehafen Kiel GmbH & Co. KG: "Nach dem auch politisch bedingten Einbruch infolge der Cellpap-Insolvenz war uns klar, dass es bald wieder bergauf gehen würde.
Der Kieler Hafen ist gut aufgestellt, die Anknüpfung an frühere Erfolge war nur eine Frage der Zeit. Ich freue mich, dass nun zwei Dinge zusammenkommen, nämlich ein Anstieg des Umschlages aufgrund der anspringenden Konjunktur und eine strukturelle Weiterentwicklung im RoRo-Verkehr mit Skandinavien und Osteuropa."
Für Kiel ist der anhaltende Ladungszuwachs auf den Fährverbindungen nach Osteuropa und Skandinavien besonders wichtig. Sowohl auf der Linie nach Klaipeda wie auch nach St. Petersburg wurden im Vergleich zum Vorjahr 10 % mehr Fracht transportiert. Die Reederei LISCO/DFDS hat bereits auf die steigende Transportnachfrage reagiert und wird Anfang Mai die 'Lisco Patria' durch die deutlich größere und schnellere 'Lisco Optima' (2.300 Spurmeter) auf der Route nach Klaipeda ersetzen. Hafendirektor Rüdel: "Die jüngste mehr als 40 Mio. € teure Investition in den Ostuferhafen zahlt sich aus. Die Kunden setzen hier heute auf eine erstklassige Hafenanlage mit optimalem Service."
Aber auch das Skandinaviengeschäft ist per saldo positiv verlaufen - trotz des mehrwöchigen Werftaufenthaltes der 'Stena Scandinavica', die zwangsläufig zu einem deutlichen Ladungsrückgang der Linie in den ersten 3 Monaten geführt hat. Dieser Rückgang konnte durch die Color Line jedoch mehr als kompensiert werden. Hintergrund für den Werftaufenthalt des Stena-Schiffes sind millionenschwere Investitionen in die Ausstattung der Schiffe auf der Linie Kiel - Göteborg - im nächsten Jahr wird die 'Stena Germanica' folgen -, um reedereiseitig den Erfolg dieser bereits seit 1967 bestehenden Linie langfristig zu sichern.
Selbstverständlich befruchtet die positive Ladungsentwicklung auch die Geschäftstätigkeit der Seehafen Kiel an Land. Das gilt vor allem für die neu gegründete Umschlagstochter, die Seehafen Kiel Stevedoring GmbH (SKSTEVE), deren Quartalsergebnisse wiederum deutlich über Planansatz liegen. Rüdel: "Jede Veränderung des Kurses würde dem Hafen und damit auch der Stadt in der jetzigen Aufwärtsentwicklung großen Schaden zufügen." Durch die erfolgreiche Geschäftstätigkeit der SKSTEVE fließen der Seehafen Kiel Erträge zu, die wieder in die Hafenanlagen investiert werden und so den Standort insgesamt stärken. Die Seehafen Kiel ist zudem ständig bemüht, ihre logistische Kompetenz zu erweitern. Dies lässt sich nicht zuletzt daran ablesen, dass neben dem seewärtigen Umschlag auch der landseitige Umschlag mehr und mehr an Bedeutung gewinnt.
Einzig im Passagierverkehr konnten im I. Quartal keine Zuwächse erzielt werden, was im Wesentlichen durch die Werftaufenthalte der 'Stena Scandinavica' und der 'Color Fantasy' zu Jahresbeginn begründet ist. Aber auch hier erwartet die Seehafen Kiel im weiteren Jahresverlauf eine Aufwärtsentwicklung, zumal die passagierstarke Sommersaison noch nicht begonnen hat.
Quelle: Seehafen Kiel GmbH & Co.
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