mushir
Neuling  Beiträge: 1 Registriert: 8/7/2010 Status: Offline
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erstellt am: 8/7/2010 um 18:38 |
Die Kreuzfahrt mit der MS-Hanseatic war das Beste, was ich auf meinen diversen Kreuzfahrten erlebt habe. Hier könnten sich die anderen Kreuzfahrtgesellschaften eine Scheibe abschneiden oder dazu lernen, was Service usw. anbelangt. Hier muss ich Hapag-Lloyd ein großes Kompliment machen.
Die Fülle der positiven Momente auf dieser Reise hatte schon vor dem eigentlichen Antritt begonnen und sich bis zum Ende fortgesetzt. Die Informationen vor der Reise waren sehr gut und informativ.
Am Flughafen Frankfurt wurden wir von einer netten, freundlichen Mitarbeiterin empfangen und zu dem Checkin-Schalter geführt. Sie hat uns an den vorher verteilten roten Hapag-Lloyd Koffer-anhängern erkannt. Da ich im Voraus das Web-Checkin gemacht hatte konnte ich direkt an den entsprechenden Schalter bei Air Canada gehen und das Gepäck aufgeben (Gesamtgewicht 69 Kg). Der Flug ging mit etwas Verspätung von Frankfurt ab, die verlorene Zeit wurde aber wieder beim Flug nach Toronto aufgeholt und somit haben wir unseren Anschlussflug nach Halifax problemlos erreicht. In Halifax wurden wir wieder von Mitarbeitern empfangen und unser Gepäck direkt zu Bussen gebracht. Die Fahrt zum Schiff dauerte ungefähr 20 Minuten. Auch hier brauchten wir uns nicht um das Gepäck kümmern. Da die Reisegruppe aus Deutschland nur aus ca. 150 Personen bestand, hat das Einchecken auf dem Schiff nur kurz gedauert. Wenige Minuten nachdem wir in unserer Kabine waren, kam schon das Gepäck. In der Kabine standen auf dem Tisch ein frischer Orchideenstock, 2 Flaschen Champagner (eine von meinem Reisebüro), 1 Flasche Chablis Wein, eine Schale mit frischen Obst mit Untertellern, Messern und Servietten, ein Begrüßungsschreiben vom Kapitän, eine kleines Fernglas, ein kleiner Rucksack mit diversen Unterbringungsmöglichkeiten. Im Kühlschrank waren diverse Coca-Cola, Mineralwasser mit und ohne Gas, verschiedene Säfte, Becks Bier (duty free), Schweppes, Ginger Ale. Und das Alles zur täglichen freien Verfügung.
In der Kabine gab es genügend Platz in den Schränken für die Kleidung. Auch genügend große Kleiderbügel aus Holz waren da. Keine billigen Kunststoff- oder Drahtbügel. Der LCD-Fernseher begrüßte uns mit Namen. Eine E-Mail Adresse war für jeden Teilnehmer eingerichtet und konnte kostenlos benutzt werden.
Die Toilette bzw. Duschkabine war hell, sauber, mit vielen Spiegeln und Lichtern ausgestattet. Und auch hier sehr großzügige Abstellmöglichkeiten für die eigenen Artikel. Duschgel, Shampoo, Körperlotion, in ansprechender Duftnote, waren immer vorhanden. Nagelfeilen, Nähzeug und was man sonst so braucht, war ebenso da. Die Duschkabine selbst war so großzügig, dass man sich darin auch als korpulenter Typ bequem drehen konnte, ein Klappsitz für nicht mehr so ganz beweglichen Gäste war auch vorhanden. Und das Beste kommt jetzt: Kein fummeliger Duschvorhang mit schwarzen Stockflecken, der sich beim Duschen an der Haut festsaugt. Der Boden war mit Antirutschfließen belegt. Man merkt, hier hat sich ein Team von Personen Gedanken gemacht und mit Liebe zum Detail das Beste für den Gast realisiert.
Das Schiff selbst, im Vergleich zu den großen Kreuzfahrtschiffen, ist überschaubar und gut konzipiert. Es gab keine langen Wanderungen um von einem Ende an das Andere zu kommen. Von allen Kabinen, von dem Speisesaal, dem Frühstücksraum und von den Lounges hatte man einen freien Blick auf das Meer. Keine Rettungsboote oder sonstige Einrichtungen versperrten den Blick. Die Brücke war während der meisten Zeit für Besucher geöffnet. Auch für Raucher gab es genügend Plätze um diesem Hobby zu frönen. Zigaretten werden für € 2,10 das Päckchen angeboten und durften auch sofort verwendet werden. Auch die zu bezahlenden Extraleistungen waren sehr preiswert.
Das Essen und die Auswahl der Gerichte waren hervorragend. Ob Fleisch oder Fisch, auch für Vegetarier, war immer etwas dabei. Und wer auf der Menükarte mal Nichts gefunden hatte, konnte sich immer noch aus der „Roten Karte“ etwas aussuchen.
Das Servicepersonal bestand zu 90% aus Deutschen. Alle waren sehr aufmerksam und hilfsbereit und keine Arbeit war ihnen zu viel.
Das Frühstück konnte am Buffet oder im Restaurant eingenommen werden. Eine spezielle Karte mit Eiergerichten in großer Auswahl war auch vorhanden. Sekt, Tomatensaft und viele frische Säfte gab es kostenlos. Das von mir auf anderen Schiffen vermisste Schwarz- und Vollkornbrot, sowie viele frisch gebackene Brötchenarten waren auch vorhanden. Herz was willst du mehr!
Nicht unerwähnt lassen möchte ich die hilfreichen Informationen der verschiedenen Lektoren zu den Themen Arktis, Menschen, Tiere und Eisbergen.
Dem Pianisten Michael Banasik, der über 17 Jahre viele Reisen der MS-Hanseatic begleitet hat, ist es mit seiner einzigartigen, gefühlsbetonten Spielweise gelungen, mich in den Bann der Klaviermusik zu ziehen und das Alles ohne ein Notenblatt zu benutzen. Sein Repertoire scheint unerschöpflich zu sein.
Ich könnte hier noch weiter schwärmen, aber die Vielzahl der guten Erfahrungen und Erlebnisse würde der Rahmen sprengen.
Aber Eins steht für mich fest: Es war bestimmt nicht die letzte Reise auf der MS-Hanseatic.
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